Konverter-Standort in Emden gefunden

Dieses Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Konverters im Pettkumer Sieltief (Bild: Amprion)

Im Februar dieses Jahres konnten wir die Suche nach einem geeigneten Standort für unseren nördlichen Konverter erfolgreich abschließen. So planen wir zwei Flächen im Petkumer Sieltief zu nutzen, die im Osten der Stadt Emden liegen. Die Flächen bieten zusammen etwa zehn Hektar Platz, die für eine Konverter-Anlage erforderlich sind. Mit den Eigentümern der Flächen haben wir bereits Einigkeit erzielen können. Wir werden daher nun den Antrag auf Genehmigung einer solchen Anlage nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beim Gewerbeaufsichtsamt (GAA) in Emden stellen.

Unser Ziel ist es, zunächst einen Vorbescheid vom GAA zu erhalten. Dieser berechtigt zwar noch nicht zum Bau, gibt aber schon ein klares Indiz dafür, ob der Standort für den Konverter geeignet ist. Denn für den Vorbescheid sind wichtige Voruntersuchungen erforderlich, unter anderem eine umweltfachliche Vorprüfung und eine raumordnerische Ersteinschätzung. „Sollten wir dazu eine positive Rückmeldung von den Behörden in Emden erhalten, können wir an dem von uns vorgesehenen Standort mit der technischen Feinplanung starten“, erklärt Klaus Wewering, bei Amprion Projektleiter für die Gleichstromverbindung A-Nord.

Drei Standorte hatten wir in den engeren Fokus für den Konverter genommen, der möglichst in der Nähe zu der Umspannanlage Emden Ost entstehen soll. Die Umspannanlage ist der im Gesetz festgeschriebene nördliche Netzverknüpfungspunkt für die Verbindung A-Nord. In der Umspannanlage sammelt sich die Leistung von mehreren Windparks, die vor der Küste Norddeutschlands errichtet worden sind.

Nach detaillierten Voruntersuchungen für alle drei Standorte haben wir uns dann für die Fläche im Petkumer Sieltief entschieden. „Wir sind uns sicher, dort einen sehr guten Standort gefunden zu haben, weil wir dort allen Belangen am besten gerecht werden. Wir hoffen, nun schnell eine Genehmigung zu erhalten, damit wir den Anfangspunkt für unsere Leitung kennen. Das hat für das Gesamtprojekt eine hohe Bedeutung“, sagt Wewering.

Genehmigung für 2021 erwartet

Mit einer Genehmigung für den Konverterstandort rechnen wir 2021, nachdem wir circa ein halbes Jahr zuvor den Hauptantrag beim Gewerbeaufsichtsamt Emden gestellt haben wollen. In 2022 könnte dann der Bau des Konverters starten, der circa zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Eine Gesamtinbetriebnahme der Gleichstromverbindung A-Nord ist für das Jahr 2025 vorgesehen.