Projekt

Auf der hellblauen Karte ist eine schematische Darstellung des Untersuchungsraums im Projekt A-Nord zu sehen. Darin befinden sich unter anderem auch die Trassenkorridore, Abschnittsmarkierungen und geografische Grenzen.

Eine Hauptschlagader der Energiewende ist der Korridor A – eine neue Gleichstromverbindung, die Windstrom aus dem Norden Niedersachsens nach Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg transportiert. Die Verbindung teilt sich in zwei Abschnitte: A-Nord und Ultranet. Der nördliche Teil reicht vom niedersächsischen Emden bis ins Rheinland. Rund 2.000 Megawatt elektrische Leistung soll die etwa 300 Kilometer lange Verbindung zukünftig übertragen. Dies entspricht dem Bedarf von zwei Millionen Menschen. Für A-Nord sollen dabei vorrangig Erdkabel zum Einsatz kommen.

Die Karte zeigt den Untersuchungsraum von A-Nord inklusive des aktuellen Trassenkorridornetzes. Der Untersuchungsraum wurde im ersten Halbjahr 2017 u.a. in mehr als 35 Gesprächen mit kommunalen Vertretern sowie mit regionalen Planungsbehörden oder Land-, Forst- und Naturschutzverbänden detailliert analysiert. Mit der Vorgabe eines möglichst kurzen Verlaufes wurden nach dieser Phase und der Auswertung tausender Raumdaten in einem zweiten Schritt mögliche Korridore für die spätere Trasse entwickelt. Unser Ziel dabei war und ist es, die Belastungen für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten – dies gilt gleichermaßen für Bauphase und Betrieb. Im Januar 2018 wurde der Vorzugskorridor veröffentlicht, den wir im März 2018 bei der Bundesnetzagentur beantragt haben und damit vorschlagen, in welchem einen Kilometer breiten Streifen A-Nord gebaut werden soll.

Amprion beteiligt die Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange im Untersuchungsraum frühzeitig an der Trassensuche. Dazu bieten wir verschiedene Informations- und Dialogformate an. Termine finden Sie in unserem Terminkalender. Die Fertigstellung von A-Nord ist für 2025 geplant. Zur Anbindung an das bestehende 380-kV-Wechselspannungsnetz werden am Start- und Endpunkt Konverter benötigt, die Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln und umgekehrt. Über den Konverter des Projekts Ultranet im Raum Osterath werden die beiden Gleichstromverbindungen A-Nord und Ultranet direkt miteinander verbunden.