Amprion reicht Unterlagen zur Bundesfachplanung für Gleichstromverbindung A-Nord ein

Die Amprion-Mitarbeiter Carsten Stiens (2.v.li.), Lucas Kaufmann (Mitte) und Verena Kreggenwinkel (2.v.re.) übergaben die Antragsunterlagen am 30. April an Dr. Bodo Herrmann (re.) und Benedikt Stratmann (li.) von der Bundesnetzagentur.

04. Mai 2020

Amprion hat für die Gleichstromverbindung A-Nord die Unterlagen zur laufenden Bundesfachplanung gemäß §8-Netzausbaubeschleunigungsgesetz eingereicht und damit den nächsten Meilenstein erreicht. Hierfür übergab das A-Nord-Team am 30. April mehr als 50 Aktenordner an die Bundesnetzagentur (BNetzA) in Bonn. Die Bundesbehörde leitet das Genehmigungsverfahren für die Erdkabeltrasse zwischen Emden und Meerbusch-Osterath.

„Auf diesen Tag haben wir nun knapp 18 Monate hingearbeitet. Eine Zeit, in der wir uns intensiv mit dem Planungsraum auseinandergesetzt haben. Wir sind uns sicher, eine gute Planung vorgelegt zu haben.“, sagt A-Nord-Projektleiter Klaus Wewering.

Im März 2018 hatte Amprion den Antrag auf Bundesfachplanung nach §6-Netzausbaubeschleunigungsgesetz gestellt. Es folgte eine erste formelle Öffentlichkeitsbeteiligung samt Antragskonferenzen. Anschließend legte die BNetzA den Untersuchungsrahmen für den Vorhabenträger fest. Er beschrieb, welche Trassenkorridorvarianten Amprion zu prüfen hatte und wie detailliert diese Prüfung erfolgen musste. Fast eineinhalb Jahre später ist der Untersuchungsrahmen abgearbeitet und die überarbeiteten Unterlagen sind eingereicht.

In den kommenden Wochen prüft die BNetzA nun die Unterlagen auf Vollständigkeit.

Formelle Öffentlichkeitsbeteiligung soll ermöglicht werden

Die aktuelle Herausforderung ist es, die Öffentlichkeitsbeteiligung in Zeiten der Corona-Pandemie zu gestalten. Ab dem 8. Juni legt die BNetzA die Unterlagen in der Planungsregion aus, damit sowohl Träger öffentlicher Belange (TöB) als auch Bürger diese einsehen können. „Die barrierefreie Einsicht der Unterlagen ist sehr wichtig“, betont Wewering. Er sei aber zuversichtlich, dass die BNetzA eine gute Lösung für die Auslegung der Unterlagen finden wird.

Jeder Interessierte und Betroffene hat dann die Möglichkeit bis in den August hinein bei der BNetzA eine Stellungnahme zu der Amprion-Planung einzureichen. Die Stellungnahmen sollen im Herbst dieses Jahres zwischen den Einwendern und Amprion auf sogenannten Erörterungsterminen inhaltlich besprochen werden, unter Leitung der BNetzA.

Alternative Dialogformate in Planung

Wewering: „Wir werden zusätzlich alles dafür tun, parallel dazu einen fruchtbaren Dialog zu führen. Trotz Corona, ob analog oder digital. Alles was sinnvoll und machbar ist, damit der Zugang zu den Informationen und Unterlagen für die Öffentlichkeit trotz aller auch im Juni eventuell bestehenden Einschränkungen möglich ist.“ Das Team von A-Nord wird die Öffentlichkeit rechtzeitig über die konkreten Dialogmaßnahmen informieren.

Abschluss der Bundesfachplanung 2020

Ziel ist es, die Bundesfachplanung bis Ende 2020 abgeschlossen zu haben. Nach der Bundesfachplanung steht der 1.000 Meter breite Trassenkorridor fest, in dem das Projektteam schließlich die circa 24 Meter breite Erdkabeltrasse planen wird.