Dialog mit mehr als 1.000 interessierten Bürgern

Für die Ermittlung des raumverträglichsten Trassenkorridors für unsere Gleichstromverbindung A-Nord, hatte die BNetzA bis Ende September 2018 alle vier Untersuchungsrahmen der jeweiligen Planungsabschnitte festgelegt. Das Ergebnis: In allen Abschnitten sollten wir alle bisher betrachteten Korridor-Varianten tiefer untersuchen. Neu hinzugenommen hat die BNetzA zusätzliche Segmente, die wir aktuell prüfen. Darunter einige Querspangen, die östliche und westliche Korridorvarianten miteinander verbinden. Diese Neuerungen und Änderungen, die sich durch unseren eigenen Planungsfortschritt in der Zwischenzeit ergeben haben, konnten wir Ende März/Anfang April mehr als 1.000 interessierten Bürgern in einer dreiwöchigen Dialogtour vorstellen.

Die Stadt Nordhorn hatte einige Vorschläge in die aktuelle Planung eingebracht. Im Münsterland schlug die Niedersächsische Kommune zahlreiche Querspangen vor, die die östlich und westlich verlaufenden Korridorvarianten miteinander verbinden würden. Auch die Stadt Vreden hatte eine weitere Querspange mit in das Verfahren eingegeben, hier handelt es sich um eine Korridoralternative entlang der B67n. Auch kleinräumige Alternativvorschläge wie von der Samtgemeinde Lathen in Niedersachsen oder der Stadt Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen, wurden von der Bundesnetzagentur in den Untersuchungsrahmen mit aufgenommen.

Neu hinzu kamen auch noch Verschwenkungen, die wir selber aufgrund der bekannten Stellungnahmen vorgenommen hatten. „Wir haben immer gesagt, dass die Planung ein fortlaufender Prozess ist. Jeder Hinweis, der die aktuelle Faktenlage ändert, kann zu einer Planänderung führen“, sagt Carsten Stiens, Leiter des Teilprojektes Genehmigung.

Durch die neu zu prüfenden Korridorsegmente ergeben sich nun auch neue potenzielle Betroffenheiten. „Daher war es uns ein Anliegen, die bisher nicht bekannten Verläufe den Bürgern frühzeitig bekannt zu geben“, sagt Projektsprecher Jonas Knoop. „27 Bürgerinfoveranstaltungen mit insgesamt fast 1.100 Besuchern – das zeigt, dass das Interesse groß ist. Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir so viele wertvolle Gespräche führen konnten“, ergänzt Knoop.

„27 Bürgerinfoveranstaltungen mit insgesamt fast 1.100 Besuchern – das zeigt, dass das Interesse groß ist."

Jonas Knoop, Projektsprecher A-Nord.