Vorbescheid für Konverter-Fläche in Emden erhalten

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für den nördlichen Konverter haben wir zwei wichtige Fortschritte erzielt: Ende 2019 hat das Gewerbeaufsichtsamt in Emden (GAA) den Vorbescheid nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) für die vorgesehene Fläche im Petkumer Sieltief erteilt. Einige Tage später konnte Amprion dann den Kauf des Grundstücks notariell beurkunden lassen.

Nun steht das Hauptverfahren nach BImSchG an, das letztendlich für den Baubeginn notwendig ist. Der Antrag hierfür soll 2021 gestellt werden. „Die Entwicklungen in Bezug auf den geplanten Konverter sind ein echter Erfolg, der sich vor einigen Monaten so noch nicht abgezeichnet hat“, betont Projektleiter Klaus Wewering.

Die Standortsuche für den nördlichen Konverter hatte das Amprion-Projektteam vor Herausforderungen gestellt. So lag der Fokus lange Zeit auf dem zunächst favorisierten Standort im Jarßumer Hafen. „Wir hatten bereits Gespräche mit dem Hafenbetreiber und der Stadt Emden geführt, die sich beide für den Standort stark gemacht hatten. Doch letztlich sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die Netzanbindung hier aus Platzgründen nahezu unmöglich geworden wäre“, erklärt Wewering.

Daher war Amprion auf den Standort im Petkumer Sieltief umgeschwenkt. Auch hierbei hat sich die Stadt Emden kooperativ gezeigt. „Uns ist es wichtig, immer ehrlich und offen miteinander umzugehen. So haben wir uns in den vergangenen drei Jahren sehr viel Vertrauen vor Ort erarbeitet. Sowohl bei Rat und Verwaltung, als auch bei den nun betroffenen Anwohnern“, sagt Projektsprecher Jonas Knoop. Im nächsten Schritt will er Themen wie den möglichen Baustellenverkehr und das künftige Begrünungskonzept rund um den Konverter mit den Petkumern angehen. Knoop: „Zwar startet das Genehmigungsverfahren jetzt erst richtig, trotzdem wollen wir frühzeitig die Erwartungen sowie Wünsche der Menschen vor Ort kennenlernen und gemeinsam mit ihnen Ideen entwickeln.“

Genehmigung für 2021 erwartet

Klaus Wewering rechnet 2021 mit einer Genehmigung für den Konverterbau. Erste Baumaßnahmen kündigt der Projektleiter jedoch bereits für dieses Jahr an: „Wir wollen die Fläche an einigen Stellen begradigen und mit Erde auffüllen“, erklärt er. Der Bau wird voraussichtlich 2022 starten und circa zwei Jahre dauern.